3. Rang am Nationalpark Marathon (104km Strecke)

by Martin Platter
by Martin Platter

Kurz vor dem Start wurde mein Adrenalinpegel schon mal mächtig in die Höhe getrieben. Der Lastwagen mit meinem Bike wollte und wollte einfach nicht kommen. Kurz vor dem Start erhielt ich es dann doch. Ich pressierte an den Start, stellte mein Bike in die Startbox, stieg auf und gleichzeitig ertönte der Startschuss. Los ging's!

 

Somit fuhr ich kalt in den ersten Berg hinein. Es ging eine Weile bis meine Beine anfingen zu drehen. Vorne lösten sich Florian Thie und Rick Reimann bereits vom Rest. Ich musste sie vorerst ziehen lassen.
Etwas später drehten die Beine dann immer besser. Nun war ich im Clinch: soll ich die Körner brauchen um nach vorne zu fahren, oder soll ich mich noch zurückhalten. Ich entschied mich das Risiko einzugehen, da ich mir einen starken Zug durchs Val Mora erhoffte mit den beiden Führenden. Es gelang mir tatsächlich aufzuschliessen.


Wir brausten durchs Val Mora, was richtig Spass machte um danach in den Alpisella Pass reinzufahren. Rick und Florian machten unten rein richtig Dampf. Ich konnte und wollte nicht mitgehen. Noch waren über 3h zu fahren und ich litt in den ersten Kurven! Oben wird der Pass etwas flächer. Diese Passagen mag ich! Ich hängte mich voll rein und schaffte bis zur Passhöhe den Anschluss wieder.

Unten in Livigno stand Rahel mit Bidon und neuen Gels parat. Energie für das grösste Hindernis des Tages: der Pass Chauschauna! Wieder verlor ich unten den Kontakt zur Spitze und von hinten drohte plötzlich auch wieder Gefahr.
Der Chaschauna ist die übelste Rampe die ich ich kenne und unglaublich steil! Mental ging ich die Sache so an, dass ich mir sagte jetzt ist kein Rennen mehr, du fährst jetzt einfach da hinauf, lässt dich nicht stressen und oben geht das Rennen weiter.

Das klappte sehr gut. Bis zur Berghütte konnte ich alles fahren, obwohl ich brutal leiden musste. Oben konnte ich den Kontakt zu Florian sogar wieder herstellen, aber Rick war bereits über den Berg.

 

Nach der langen Abfahrt stand unten in S-Chanf schon wieder Rahel mit Verpflegung bereit. Sie selber fuhr mit dem Auto von Livigno übers Forcla di Livigno und den Berninapass und schaffte es ganz knapp an den Verpflegungspunkt. Durchs Engadin harmonierten Florian und ich sehr gut, so konnte wir Rick wieder einholen. Mir lief es super, ich hatte sogar das Gefühl, dass ich nun etwa gleich stark war, wie die anderen beiden.

Die Zuversicht wurde in Lavin aber jäh zerstört. Nachdem mir Rahel (die nun von S-Chanf nach Lavin dislozierte hatte) den letzten Bidon mitgab, fuhr ich zwar wirklich gut den letzten Berg hoch, aber die anderen beiden legten nochmals 2 Briketts mehr auf und waren bald ausserhalb meines Blickfeldes. Gegen hinten konnte ich aber meinerseits etwas Zeit gutmachen. Es lief weiterhin gut aber natürlich wurde es hart. Aber es war dieses schöne Leiden….

So kam ich glücklich und zufrieden im Ziel (Zeit: 4:33:30) an und feierte den 3. Rang. Balsam auf die Seele nach einer verkorksten Saison und eine geglückte Hauptprobe auf das Etappenrennen in Sardinien Ende September.

Vielem Dank an Rahel für die perfekte Betreuung auf der Strecke! Sie nütze den Tag ihrerseits noch, indem Sie von Lavin auf der Strecke nach Scoul und mit Umwegen wieder nach Lavin zum Auto fuhr.
Vielen Dank auch Brigitte und Jon für die herzliche und sehr geschätzte Gastfreundschaft!  

 

Nächste Woche teste ich meine Mehretappenform mit einem 6er Mannschaftszeitfahren am Samstag und dem EKZ Cup am Sonntag.

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