Training and Racing at Barcelona

Wie schon im Januar bezog ich Unterkuft in Barcelona. Es mag überraschen, dass man in einer Grossstadt von 3-4 Millionen Menschen ein Trainingslager durchführen will. Das geht sehr gut, wenn man sich auskennt. Etwas Flexibilität gehört allerdings schon dazu. So beginnt ein Training auch mal ungewohnt mit einer U-Bahnfahrt. Hat man die Hektik der City hinter sich gelassen bietet Katalonien alles, was das Radfahrerherz begehrt, inklusive eines der wohl besten Trailgebiete der Welt.

 

 

 

Anderst als sonst habe hier nicht den üblichen Halbpension Hotel-Training-Schlafen-Hotelfood Rythmus gelebt. Neben dem Training haben wir selber gekocht und die Freizeitangebote der Stadt genutzt. Das gibt eine Ablenkung die, jedenfalls mir, sehr gut tut. Trotz vielen Stunden blieb ich frisch im Kopf, was sonst oft ein Problem war. Begleitet hat mich übrigens Marcel Bartholet.

 

 

 

Ich fokussierte mich hier noch einmal auf die Grundausdauer. Mit dem Mountainbike allerdings auf etwas höherem Niveau. Wir liessen es uns aber nicht nehmen mit Slicks auch zwei Strassentrainings zu absolvieren.

 

 

Nach einem 4er und einem 3er Block standen zweieinhalb Tage Erholung auf dem Programm, bevor ich mir am Transmaresme Race das erste Mal 2014 eine Startnummer ans Bike montierte.

 

 

Nachdem ich mich per Mail beim Veranstalter um einen vorderen Startplatz bewarb und dieser mich nach Internetrecherchen als Fahrer eines Weltcupteams identifizierte, bekam ich bereits im Voraus einiges an Aufmerksamkeit in der lokalen Bikeszene. Dies wurde mir schon fast etwas unheimlich. Ich wurde wie ein Star angekündigt und behandelt. Doch auf die Privilegien, wie zusammen mit Topfavorit Roberto Bou vor dem Feld zu starten, wollte ich natürlich nicht verzichten ;-)

 

 

 

So standen wir also vor(!) dem Startband, hinter uns 800 weitere Biker und mindestens nochmals so viele, die die Strecke privat abfuhren und uns dabei kräftig anfeuerten. Das Rennen war anständig gut besetzt. Die Topelite aus Spanien war zwar nicht anwesend aber die komplette Rennszene der Stadt und Umgebung mit durchaus einige Fahrer, die am Andalucia Bikerace gute Resultate herausfuhren.

 

 

 

Roberto Bou machte sogleich Druck. Ich klemmte mich an sein Hinterrad, musste mich aber bald mit der Frage auseinandersetzen, ob ich diese Pace 4 Stunden lang mitgehen kann und will. Ich entschied mich schliesslich, mein eigenes Tempo zu fahren. Mit einem harten Trainingslager in den Beinen wollte ich mich hier beim ersten Rennen der Saison nicht schon abschiessen. Ich hatte mir vorgenommen mit Reserve ins Ziel zu kommen. Das Tempo von Roberto hätte mir aber alles abverlangt.

 

 

 

So fuhr ich mit einem Mitkonkurrenten einen kontrollierten aber durchaus hohen Rhythmus. Die Strecke schlängelt sich einen Hügelzug hinauf mit grandioser Aussicht auf das Meer bevor es schliesslich in einen 30km langen Abschnitt mit vielen Singletrails geht. In der Hälfte des Rennens attackierte ich in einen technischen Uphill meinen Begleiter und wurde ihn nach kurzer Gegenwehr schliesslich los. Die letzten 30km führen zwar mehrheitlich über breite Waldwegen doch es gibt wohl keinen Meter wo man die Federgabel blockieren könnte, so unruhig ist der Untergrund.

 

 

Nach 85km und 3.50h erreichte ich als Zweiter zufrieden das Ziel. Dort erwartete mich meine Freundin Rahel die mir auf einem Roller mit Bidons und Gels im Gepäck hinterhergejagt ist. DANKE!

 

Dies war nun mein vierter Aufenthalt in Barcelona in der Off-Season. Ich habe hier viele Bekanntschaften geschlossen und tolle Trainingskollegen kennen gelernt. Die Warmherzigkeit und Offenheit der Katalanen macht irgendwie alles einfach hier. Dein Anliegen ist schnell auf das Ihrige. Ich werde zurückkommen!

 

Bilder: www.silviocycling.ch

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